Tolle Erfolge für hessische Teams und Fluch der 4. Plätze

jugend_trainiertJTFO / JTFP Frühjahrsfinale 2016 in Berlin

FAKTEN
Vom 26. – 30.04.2016 wurden in einer gemeinsamen Veranstaltung die Bundessieger in den JTFO-Sportarten Badminton, Basketball, Gerätturnen, Handball, Tischtennis und Volleyball sowie in den JTFP-Sportarten Goalball, Rollstuhlbasketball und Tischtennis ermittelt.
Für Hessen waren diesmal 24 Schulteams aus 15 Schulen in den verschiedenen Wettkampfklassen am Start, die sich über Kreis-, Regional- und Landesentscheide als Landessieger qualifiziert hatten.

EMPFANG IN DER HESSISCHEN LANDESVERTRETUNG
Beim offiziellen Auftakt – dem Empfang des Hessischen Kultusministeriums in der hessischen Landesvertretung in Berlin – konnten die ca. 200 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Betreuern Erwartungen und Wünsche für die anstehenden Turniere äußern und sich gegenseitig kennenlernen. Die Landesvertretung hatte unter der bewährten Regie von Frau Nora Weise ein leckeres Abendessen vorbereitet, so dass die jungen Sportlerinnen und Sportler nach anstrengender Anreise und Akkreditierung eine wohlverdiente Stärkung erhielten.

START IN DIE TURNIERE
In den JTFO-Sportarten verlief der erste Turniertag sehr erfolgreich. Bis auf das gemischte Badmintonteam der Albert-Einstein-Schule Maintal, das sich zum ersten Mal für das Bundesfinale qualifiziert hatte, schafften es alle anderen hessischen Teams – teilweise nach dramatischen und hoch spannend verlaufenden Spielen – sich für die Spiele um die Plätze 1 – 8 zu qualifizieren.

JUGEND TRAINIERT FÜR PARALYMPICS
Die drei hessischen JTFP-Teams starteten mit Ausnahme von Tischtennis (Alexander-Schmorell-Schule Kassel) mit Niederlagen, so dass es keine Chance mehr gab, vordere Platzierungen zu erreichen. Am Ende standen zwei 6. Plätze im Tischtennis und im Rollstuhlbasketball (Peter-Josef-Briefs-Schule Hochheim) sowie ein 8. Platz im Goalball (Johann-Peter-Schäfer-Schule Friedberg auf dem Tableau.

FLUCH DER 4. PLÄTZE
Auch im weiteren Turnierverlauf präsentierten sich die hessischen Schulteams motiviert und leistungsstark. Verdienter Lohn war für sieben Teams das Erreichen der kleinen Finals, also der Spiele um Platz 3. Nach aufopferungsvollem Einsatz und teilweise unglücklichen Spielverläufen blieben am Ende leider nur sieben 4. Plätze. Einen solchen Fluch hat es in der hessischen JTFO-Geschichte bisher noch nicht gegeben!

MEDAILLEN
Aber auf die hessische Eliteschule des Sports – die Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt/Main – und die Partnerschulen des Leistungssports war am Ende doch Verlass!

SILBER
Nach umkämpftem Endspiel mussten sich die Frankfurter Tischtennisspieler der WK III (Jahrgänge 2001 – 2004) nur dem starken Niedersachsenteam aus Hannover beugen.
Sensationell waren die Leistungen der jungen Basketballerinnen der Main-Taunus-Schule Hofheim. Lehrer-Trainerin Natalie Deetjen hatte sich mit ihrem Team erstmals in Hessen durchgesetzt und nicht in ihren kühnsten davon geträumt, gleich in Berlin das Endspiel zu erreichen. Zwar hatten die Mädchen hier gegen das „Profiteam“ aus der Basketballhochburg Bamberg keine Chance, doch am Ende war die Freude über die gewonnene Silbermedaille riesig!

GOLD
Bleibt noch dreimal Gold für Hessen:
Die Gerätturnerinnen des Goethe-Gymnasiums Kassel gewannen in der WK IV (Jahrgänge 2003 – 2006) den Turnwettkampf mit einer sehr ausgeglichenen Teamleistung und konnten damit die erste Goldmedaille sichern.
Hochmotiviert gingen die älteren Tischtennisspieler aus Frankfurt (WK II, Jahrgänge 1999 – 2002) nach der Finalniederlage des Vorjahrs in Berlin an den Start. In einem hochklassigen Endspiel besiegten sie den amtierenden Schulweltmeister aus Düsseldorf am Ende mit 5 : 4 Spielen und feierten den Gewinn der Goldmedaille ausgelassen.
Noch dramatischer war es bei den Volleyballern der WK II! Hier trafen bereits im Halbfinale die überwiegend mit Bundeskaderathleten besetzten Teams aus Berlin und Frankfurt aufeinander. Nach einem 3 : 8 Rückstand im Tie-Break des Entscheidungssatzes gelang es den Internatsschülern der Carl-von-Weinberg-Schule noch das Spiel zu drehen. Ein am Ende verdienter Satzgewinn (15 : 13) brachte den überglücklichen Jungs den Einzug ins Endspiel. Der Finalsieg gegen Leipzig war schließlich nur noch Formsache!

ABSCHLUSSVERANSTALTUNG
Die Deutsche Schulsportstiftung hatte auch diesmal wieder eine tolle Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle organisiert! Ca. 3500 Schülerinnen und Schüler aller 16 Bundesländer genossen die beeindruckenden Showdarbietungen des Rahmenprogramms und präsentierten ihre Medaillengewinner auf der Bühne. Bei der anschließenden Disco konnten die letzten Kräfte mobilisiert und neu entstandene Freundschaften vertieft werden.
Beim Betreuerempfang im Rahmen der Abschlussveranstaltung hatte ich als Delegationsleiter der hessischen Teams noch einmal Gelegenheit, mich bei allen Betreuerinnen und Betreuern der hessischen Teams für ihren engagierten Einsatz zu bedanken. Die beeindruckende Gesamtbilanz – bis auf einen 10. Platz nur Platzierungen zwischen 1 und 8 – lässt auch über den Fluch der 4. Plätze hinwegsehen.

AUSBLICK
Die diesmal eingebundenen 16 Lehrer-Trainer(innen) aus 6 Partnerschulen des Leistungssports sind verlässliche Grundpfeiler dieser sportlichen Erfolge hessischer Schulmannschaften. Sie ermöglichen den Schülerinnen und Schülern außergewöhnliche Erlebnisse und bieten ihnen die Möglichkeit, den Schulen, denen große Unterstützungsleistungen zur Absicherung der dualen Karriere abverlangt werden, etwas zurück zu geben.
Die rot-weißen Kapuzenjacken unserer hessischen Sportlerinnen und Sportler sind in Berlin mittlerweile ein Markenzeichen geworden, denn „wo Hessen drauf steht, ist auch Hessen drin“. Weiter so!!

Helmut Simshäuser
(Delegationsleiter)