Die EHS-Schulmannschaft der WK IV belegt beim Bundesfinale in Bad Blankenburg einen guten 5. Platz

In der thüringischen Landessportschule spielten die jeweils 16 Landessieger der Mädchen und Jungen ihre Deutschen Meister 2018 aus. Die EHS-Volleyballerinnen des Jahrgangs 2005 (Sportklasse 7a und 8a) vertraten dabei, Dank der Unterstützung durch den Förderverein der EHS und das Hessische Kultusministerium, wie in den letzten Jahren die hessischen Farben bei den Mädchen.

Nach der gemeinsamen Anreise mit den Jungenteams aus Hessen und Rheinland-Pfalz wurden schnell die Zimmer bezogen und dann das Abschlusstraining in der Wettkampfhalle absolviert. Im Anschluss an das Abendessen stand noch die abendliche Mannschaftssitzung auf dem Programm. Hier wurde der Turnierablauf besprochen und ein starker Zusammenhalt auf und außerhalb des Spielfeldes sowie das Viertelfinale als (Minimal)Ziel ausgegeben.
Während die Jungen am Dienstagvormittag ihre Gruppenspiele bestritten, machten die EHS-Volleyballerinnen nach dem Frühstück zunächst Schulaufgaben und anschließend gut gelaunt einen Spaziergang an der frischen Luft, um im Supermarkt die Turnierverpflegung für die beiden Wettkampftage einzukaufen. Nach dem Mittagessen begann dann auch endlich das Turnier der Mädchen.

Obwohl die Stimmung im Team sehr positiv und gut war, starteten die Mädchen extrem nervös in das 1. Spiel gegen Bremen. Mit Kampfgeist und Glück konnte der 1. Satz nach 21-24 Rückstand noch mit 27-25 gewonnen werden. Im 2. Satz waren die EHS-Spielerinnen dann richtig im Turnier angekommen und ließen Bremen keine Chance (25-9).
In den weiteren Vorrundenspielen zeigten alle sechs Spielerinnen eine starke Leistung. Nach einem leistungsgerechten Unentschieden (19-25, 25-23) in einem hochklassigen Spiel gegen NRW (Schwerte) und einem ungefährdeten 2:0- Sieg gegen Niedersachsen (25-15, 25-11) verpasste die EHS den Gruppensieg denkbar unglücklich nur aufgrund des schlechteren Ballquotienten. Da in der Vorrunde 2 Sätze und erst ab der Finalrunde 2 Gewinnsätze gespielt werden, hatte NRW bei ebenfalls 5:1 gewonnenen Sätzen knapp die Nase vorn.
Als Gruppenzweiter mussten Judith und Co dann am Abend noch einmal gegen den 3. der Gruppe A ran, um sich für das Viertelfinale am Mittwochmorgen zu qualifizieren. Mit einem souveränen 2:0 (25-16, 25-12) gegen Sachsen-Anhalt, bei dem alle 6 Spielerinnen Einsatzzeit bekamen, war das Minimalziel Viertelfinale erreicht. Die EHS gehört auch 2018 wieder zu den besten 8 Schulen aus ganz Deutschland und das Team konnte erschöpft, aber glücklich das Abendessen genießen.

Im Viertelfinale wartete dann das starke Team aus NRW (Münster), das bei der U14-DM im Sommer schon die Bronzemedaille gewonnen hatten, auf die Wiesbadenerinnen. In einem umkämpften Spiel musste jeder Punkt hart erarbeitet werden. Zahlreiche sehr lange Ballwechsel prägten ein sehr gutes und ausgeglichenes Match, das am Ende mit 1:2 (21-25, 25-23, 11-15) knapp verloren wurde. „Schade, das war ein richtig gutes Spiel meiner Mädels! Leider haben wir in den 3 Sätzen insgesamt ein paar leichte Fehler im Aufschlag und im Angriff zu viel gemacht, so dass Münster am Ende verdient die Nase vorne hatte“, benennt Coach Corts die Eigenfehlerquote als Grund für die Niederlage.
Nachdem die Tränen getrocknet und die positiven Elemente aus dem verlorenen Viertelfinale besprochen waren, wollten die Mädels das Turnier unbedingt noch mit 2 Siegen abschließen und Platz 5 erreichen. Diesen Willen bekamen dann auch die beiden letzten Gegner zu spüren. Gegen Baden-Württemberg und Sachsen (Sportgymnasium Dresden) gewannen die Hessinnen jeweils mit 2:0, so dass am Ende ein versöhnlicher 5. Platz erreicht wurde.

„Natürlich ist es ein wenig enttäuschend, wenn man ein starkes Turnier spielt und mit nur einer Niederlage gegen den späteren Deutschen Meister im Viertelfinale ausscheidet. Am Ende war der nervöse Start gegen Bremen wahrscheinlich entscheidend für den weiteren Turnierverlauf und der Grund, dass wir nicht in das Medaillenrennen eingreifen konnten. Hätten wir diesen Satz auch deutlich gewonnen, wären wir durch den besseren Ballquotienten als Gruppenerster ins Viertelfinale gegangen und hätten dort aufgrund des breiteren Kaders bessere Chancen auf das Halbfinale als Schwerte gehabt. Aber wir sollten die vielen positiven Sachen in den Vordergrund stellen. Die Mädels haben ein tolles Turnier gespielt und die EHS sowie Hessen hervorragend vertreten. Man muss nicht immer eine Medaille gewinnen, um zu wissen, dass man ein gutes Turnier gespielt hat und eine gute Volleyballerin ist. Ich bin stolz auf die Mädels!“, so die Bilanz von Coach Corts.
Vielen Dank an den Förderverein der Elly-Heuss-Schule und das Hessische Kultusministerium, für die finanzielle und materielle Unterstützung im Rahmen des Bundesfinals, ohne die eine erfolgreiche Teilnahme nicht möglich gewesen wäre!
Und vielen Dank auch an den hauptamtlichen Nachwuchstrainer des VCW, Arne Kramer, sowie an alle Trainer*innen, die an der bisherigen Ausbildung der Mädchen mitgewirkt haben.

Für die EHS spielten:
Clara Doepgen, Judith Löffler, Anna Marleaux, Lilli Reithofer, Johanna Rosmanith und Beele Wiczorek (Coach Corts)