Hessische Skilanglaufteams vorne dabei

JTFO/JTFP-Winterfinale in Nesselwang (vom 19. – 23.02.2017): Bericht des Delegationsleiters

Wetterkapriolen

Die herrlichen Wintersportbedingungen, die die ca. 800 Schülerinnen und Schüler bei der sonntäglichen Anreise nach Nesselwang erleben durften, waren leider nur von kurzer Dauer. Einsetzendes Tauwetter beim Training am Montag, Dauerregen beim Techniksprint am Dienstag und – als versöhnlicher Abschluss – ein warmer Sonnentag bei den Staffeln am Mittwoch kennzeichnen die schwierigen Rahmenbedingungen, die aber von den hessischen Teams mit Bravur gemeistert wurden.

Uplandschule und Rhönschule für Hessen am Start

Diesmal wurden die hessischen Fahnen ausschließlich von jungen Athletinnen und Athleten der beiden Talentstützpunkte Willingen und Gersfeld vertreten.

Rhönschule Gersfeld überzeugt

Insbesondere auch die drei Teams der Rhönschule Gersfeld  – hervorragend vorbereitet, eingestellt und betreut durch ihren Lehrer-Trainer MARIAN BALTING – wuchsen über sich hinaus und erzielten sehr ansprechende Platzierungen im Konzert der 16 Bundesländer. Mussten sich die Mädchen der WK III noch mit Platz 11 bei 24 gestarteten Teams zufriedengeben, schafften die Jungen der WK III Platz 8. Besonders hervorzuheben ist allerdings der 4. Platz im WK IV. Durch einen beherzten Staffellauf mit der viertbesten Tageszeit konnte sogar das Sportgymnasium Oberhof, das nach dem Techniksprint deutlichen Vorsprung vor Gersfeld hatte, noch überholt werden. Eine tolle Teamleistung!

Uplandschule Willingen knüpft an Vorjahrserfolge an

Die aufgrund der Wetterkapriolen kurzfristig von Nesselwang in die österreichische Partnergemeinde Nesselwängle verlegten Langlaufentscheide waren für die drei Willinger Teams maßgeschneidert. Der von GEORG ZIPFEL sehr anspruchsvoll gestaltete Technikparcours kam den technisch sehr gut ausgebildeten Langläuferinnen und Langläufern aus Willingen sehr entgegen. Am Ende standen in der WK III die Plätze 9 bei den Mädchen und 5 bei den Jungen zu Buche.

LINUS KESPER, diesmal erstmals in der WK III am Start, erzielte – wie bereits bei den Bundesfinals 2015 in Nesselwang und 2016 in Schonach – die schnellste Laufzeit aller gestarteten Teilnehmer. Beeindruckend an dieser Leistung ist, dass selbst die deutlich körperlich überlegenen Langläufer aus den Bundesnachwuchsleistungszentren keine Siegchance gegen ihn hatten!

Auch diesmal eine Medaille

Das Topergebnis aller gestarteten hessischen Teams erreichten dank überzeugender Leistungen aller Teammitglieder die Mädchen und Jungen (Mixed-Team) der Uplandschule in der WK IV. Betrug der Rückstand nach dem Techniksprint des ersten Tages noch 6 Sekunden auf das favorisierte „Schwarzwaldteam“, waren es am Ende nach der Staffel 14 Sekunden, die zur Titelverteidigung fehlten. ILVA KESPER auf Position 3 der Staffel schaffte es sogar, das Team zwischenzeitlich in Führung zu bringen. Als bei der Siegerehrung im Rahmen der Abschlussfeier die Silbermedaillen überreicht wurden, war die Freude riesig!

Professionelle Förderung am Nachwuchsleistungsstützpunkt Willingen zahlt sich aus

Engagierte Lehrer-Trainer – MICHAEL SCHULENBERG, MICHAEL WIATR und MONICA GERSTENGARBE-LAZARUT – sowie unterstützende Lehrer wie JENNIFER KIEL und die Landestrainer des HSV bieten in Willingen günstige Voraussetzungen, Schule und Leistungssport miteinander verbinden zu können. Das angegliederte Vollzeitinternat ermöglicht „Wohnen vor Ort“ und damit kurze Wege, also Zeitersparnis. Somit sind solche Erfolge beim Bundesfinale JTFO einerseits Bestätigung der erfolgreichen Arbeit. Andererseits ermöglichen sie es den Schülerinnen und Schülern durch die damit verbundene Anerkennung, den Dank an die Schule zurückzugeben.

Aus meiner Sicht eine klare „win-win-Situation“ für alle Beteiligten!

Helmut Simshäuser
(Delegationsleiter)