Main Taunus Schule Hofheim gewinnt sensationell die Silbermedaille

Die Main Taunus Schule hat beim Bundesentscheid Basketball in Berlin in der weiblichen Wettkampfklasse III (Jahrgang 2001/2002) einen hervorragenden zweiten Platz belegt! Davon hatte im Vorfeld niemand „geträumt“.

Die Mannschaft hatte sich im Februar im Landesentscheid In Marburg als Sieger durchgesetzt und fuhr ohne jegliche Vorgaben nach Berlin. Sicherlich war die Parole „alles geben“ – und diese wurde letztendlich bestens umgesetzt.

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Zum Turnierverlauf: Hofheim startet in einer Gruppe mit den Landessiegern aus Baden Württemberg, Thüringen und Brandenburg. Alle drei Gruppenspiele wurden am Mittwoch gespielt – erhofftes Ziel war es, alle Spiele zu gewinnen. Dies war nach Analyse der Mannschaften durchaus möglich. Das Turnier starteten die Hofheimer gegen Baden Württemberg. Es entwickelte sich ein spannendes Spiel, bei dem mehrmals die Führung wechselte. Am Ende konnten sich die Hofheimer Mädels mit 9 Punkten  (40-31) durchsetzen und hatten „Lunte gerochen“. Im nächsten Spiel setzten sie Anweisungen für die Verteidigung bestens um und siegten souverän gegen Brandenburg und in dieser Höhe nicht erwartet 31-11. Nun war das Ziel für Mittwoch ganz nah – es musste für den Gruppensieg nur noch Thüringen geschlagen werden. Dies gelang mühelos (61-13) und die Erwartungen an das Turnier stiegen.

In der folgenden neu zusammengesetzten Gruppe (die Gruppenerst- und Zeitplazierten) wurde erneut der erste und zweite Platz ausgespielt. Die Gegner hiessen nun Schleswig Holstein und Bayern. Mit dem Spiel gegen Wedel startete der nächste Turniertag. Die Hofheimer Mannschaft wusste um die Wichtigkeit des Ausgangs der Partie. Leider startete Wedel hellwach und führte in der 6.Minute  10-1! Bei der kurzen Spielzeit von 2* 10 Minuten kann dies schon vorentscheidend sein. Es lief gar nicht für die Hessinnen: Lena Herrmann verlor im Kampf um den Ball eine Kontaktlinse – schnell nahm Hofheim eine Auszeit und alle Zuschauer beteiligten sich an der Suche… Lena musste zum Einsetzen der Linse in die Kabine – durch das team ging ein Ruck! Auch wenn die Linse nicht mehr verwendet werden konnte, kam Lena ohne Linse zurück und damit begann die Aufholjagd! Die Mädels kämpften um den Einzug ins Halbfinale! Sie wurden lautstark unterstützt von den zahlreich mitgereisten Hofheimer Eltern und Vertretern des Hessischen Basketballverbandes. Das Team schaffte es – wie schon im Finale des Landesentscheids – das Spiel zu drehen und gewann es knapp mit 4 Punkten! Das weitere Gruppenspiel wurde deutlich gegen den späteren Bundessieger Bamberg verloren.

Der Erfolg, im Halbfinale des Bundesentscheids in Berlin zu stehen, beflügelte die Mädels! Der Gegner war Rheinland Pfalz. Erneut stellte sich das Team hervorragend auf deren Offense ein und verteidigte so effizient, dass Rheinland Pfalz von Beginn an derart gestört wurde, dass sie nicht richtig in ihr Spiel fanden. Das Spiel startete zwar ausgeglichen, aber der Wille der Hofheimer war so stark, dass Rheinland Pfalz jegliches Selbstvertrauen verlor. Die Hofheimer gewannen souverän mit 14 Punkten und konnten Ihren Erfolg nicht fassen!

Sie waren für das Finale im Bundesentscheid qualifiziert! Der Gegner war erneut Bayern, die sich im anderen Halbfinale mühelos durchgesetzt hatte. Auch wenn sich die beiden teams auch außerhalb des Spielfeldes angefreundet hatten, war das Spiel eine tolle Demonstration der Bayern aus Bamberg in Sachen Basketball. Sie gewannen verdient das Endspiel gegen die Hofheimer Mädels. Die Hofheimer konnten sich dennoch riesig über den Gewinn der Silbermedaille freuen und präsentierten diese stolz.

Die Fahrt nach Berlin war für alle Spielerinnen und die coaches Natalie Deetjen (Lehrertrainerin der Main Taunus Schule) und Nico Strauch (FSJler an der Main Taunus Schule) eine tolle Erfahrung. Das team hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert und viele defensive Anweisungen sehr schnell für die verschiedenen Gegner umgesetzt. Sicherlich ruht sehr viel Verantwortung auf den Schultern von der DBB-Athletin Lena Herrmann, die ein tolles Turnier spielte und konstant korbgefährlich war. Sie wurde von den beiden Hessenauswahl-Spielern Amelie Miller und Saskia Stegbauer hervorragend unterstützt. Hier kämpfte Amelie verbissen um jeden Ballbesitz und unterstützte Lena im Ballvortrag, während Saskia stark reboundete. Die Wu 15 Spielerinnen der Huskies Valerie Fuss, Pauline Söhngen, Alisa Aralp, Lynn Schwass und die Wu 13 Spielerin Rebekka Tassani steigerten sich enorm im Turnierverlauf und steuerten ganz wichtig Punkte zu den Siegen bei! Von Spiel zu Spiel übernahmen sie mehr Verantwortung im Angriff und kämpften immer um jeden Ball. Insgesamt eine hervorragende Leistung einer Mannschaft, die als absoluter underdog in das Turnier gestartet ist. Umso schöner der Ausgang mit dem Erreichen des zweiten Platzes!

Der Turnierplan ließ nicht viele Möglichkeiten zu, Weiteres in Berlin zu unternehmen – dennoch besuchte die Mannschaft das Brandenburger Tor, den Potsdamer Platz, den Alexanderplatz, verweilte an der Spree, unternahm eine Tour zum Ku`damm und nahm am ersten Tag an einem Empfang der Hessischen Landesvertretung teil. Der krönende Abschluss war jedoch die Party für alle Teilnehmer des diesjährigen Bundesfinales in der Max Schmeling-Halle – hier wurde das Team vor den Augen von 1000 Zuschauern für den zweiten Platz geehrt!

Natalie Deetjen