„Platz 9 aus dem Sand gebuddelt“

Das EHS-Beach-Volleyballteam überzeugt bei der ersten Teilnahme am Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ (18. – 22.09.2016)

Erstmals konnte sich das Beach-Volleyballteam der EHS in diesem Jahr als Landessieger Hessen für das Herbstfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ qualifizieren. Gemeinsam mit dem Schwimmteam, dem Ruderachter sowie den Fußballmädchen der Elly-Heuss-Schule fuhren die acht Beach-Volleyballer voller Erwartungen und mit Vorfreude im ICE nach Berlin. Während die vier die Mädchen schon mehrfach als Hallenvolley-ballerinnen beim Frühjahrsfinale in Berlin dabei gewesen sind, waren die vier Jungen absolute „Berlinfrischlinge“, die nach dem Check-In im Rahmen einer Mannschaftssitzung in die wichtigsten Regeln des Bundesfinals eingeführt wurden.

Der Turniermodus
Ein Beach-Team besteht aus vier Spielerinnen und vier Spielern der Jahrgänge 1999 und jünger. Gespielt wird in vier Vorrundengruppen mit anschließendem KO-System. Pro Begegnung werden parallel drei Spiele (Mädchendoppel, Jungendoppel und Mixed) über zwei Gewinnsätze ausgetragen. Die Schule, die mindestens zwei der drei Spiele gewinnt, geht als Sieger aus der Begegnung hervor.

Der Wettkampf
Mitten im Herzen von Berlin spielten 16 Schulmannschaften auf der wunderschönen Anlage „Beach-Mitte“, die über 50 Beach-Volleyballfelder verfügt, um den Bundessieg 2016.

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Bei strahlendem Sonnenschein trafen die EHS-Beacher in ihrer Gruppe auf die Schulmannschaften aus NRW, Brandenburg und Hamburg. Nachdem es zum Auftakt noch eine 0:3 Niederlage gegen Essen (NRW) gegeben hatte, konnte die EHS im zweiten Spiel des Tages mit 2:1 gegen Brandenburg gewinnen und den ersten Turniersieg verbuchen.

„Essen war richtig stark und sehr ausgeglichen, hatte in keinem der drei Begegnungen eine Schwachstelle. Daher geht die Niederlage schon in Ordnung, auch wenn wir im Mixed und Mädchenspiel die Sätze nur knapp verloren haben.“ Umso wichtiger war der anschließende Sieg gegen Brandenburg, durch den wir schon vor dem letzten Gruppenspiel eine Runde weiter waren“, so das Zwischenfazit von Coach Corts.

Im abschießenden Spiel gegen Hamburg ging es dann um den 2. Platz in der Gruppe C und damit um den vermeintlich leichteren Gegner im Überkreuzspiel um den Einzug ins Viertelfinale. Nach einer unglücklichen 1:2-Niederlage musste die EHS auf dem Weg ins Viertelfinale dann aber am zweiten Wettkampftag gegen das favorisierte Beachteam aus Mecklenburg-Vorpommern antreten. Schwerin zeigte im Jungsdoppel auch gleich Beach-Volleyball vom Feinsten und ließ den tapfer kämpfenden EHS-Jungs keine Chance. Nachdem Cedric Braetsch und Valeria Krause im Mixed zum 1:1 Zwischenstand ausgleichen konnten, musste die Entscheidung im Mädchenspiel fallen. Hier zeigten Chiara Fach und Viktoria Lehmann eine klasse Leistung, verloren am Ende aber denkbar knapp und unglücklich im Ti-Break mit 15:17 nach Verlängerung gegen die beiden Zweitligaspielerinnen aus Schwerin.

Damit war der Traum vom Viertelfinale geplatzt und die EHS musste in der Platzierungsrunde um die Plätze 9 bis 12 antreten. Hier konnten das Spiel gegen Schleswig-Holstein sowie gegen Bayern jeweils mit 2:1 gewonnen und der 9. Platz erspielt werden.

Chiara Fach: „Nach der unglücklichen Niederlage gegen Schwerin waren wir schon extrem enttäuscht, weil wir so nah an der Sensation dran waren. Mit ein wenig Glück hätten wir das Mädchenspiel gewonnen und den Einzug ins Viertelfinale geschafft. Das war schon extrem bitter!“

Nach den beiden abschließenden Siegen fällt das Fazit von Coach Corts trotzdem positiv aus, denn „für die erste Teilnahme im Beach-Volleyball ist der 9. Platz schon ein toller Erfolg. Am Ende müssen wir uns aber nichts vorwerfen, die Leistung gegen Schwerin war sehr stark und die Niederlage wirklich unglücklich. Das Spiel hätte ebenso gut auch für uns ausgehen können und dann wären wir in der Runde um die Plätze 5 – 8 gewesen. Aber mit etwas Abstand können wir nach einem guten Turnier mit Platz 9 prima leben.“

Und eines steht schon jetzt fest: Das Bundesfinale war klasse! Und da zum kommenden Schuljahr lediglich Cedric als älterer Jahrgang nicht mehr im Schulteam antreten darf, sind die anderen Beacher extrem motiviert, 2017 noch einmal die hessischen Farben in der Hauptstadt vertreten zu dürfen – wir drücken die Daumen!

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Förderverein der EHS, der das erfolgreiche Abschneiden beim Bundesfinale durch seine finanzielle Unterstützung erst ermöglicht hat.

EHS-Beachteam WK II 2016:
Matylda Bartoszewska, Cedric Braetsch, Lucas Edel, Chiara Fach, Nils Hellerbach, Valeria Krause, Viktoria Lehmann, Aaron Neumann.
Betreuer: Benjamin Corts